
Wirksamkeit der Online-Therapie
Viele Menschen fragen sich, ob Online-Therapie genauso wirksam ist wie persönliche Gespräche in einer Praxis. Diese Frage ist verständlich – schließlich geht es um Vertrauen und Veränderung.
Was Studien zeigen
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass psychotherapeutische Gespräche per Videokonferenz bei verschiedenen psychischen Belastungen wirksam sein können. Besonders gut untersucht ist die Online-Behandlung von Depressionen. Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen zeigen hier vergleichbare Behandlungsergebnisse wie bei persönlichen Gesprächen vor Ort.
Auch die therapeutische Beziehung – ein wichtiger Faktor für den Therapieerfolg – wird von Klienten in Studien häufig ähnlich positiv bewertet wie bei einer Therapie in der Praxis. Für weitere Bereiche, darunter Paar- und Beziehungsthemen, liegen ebenfalls positive Studienergebnisse vor, die wissenschaftliche Datenbasis ist hier jedoch noch kleiner.
Ausgewählte wissenschaftliche Untersuchungen:
Scott et al. (2022), Psychological Medicine – systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse
Thomas et al. (2021), Psychology and Psychotherapy – Review zur Psychotherapie per Videokonferenz
Kysely et al. (2022), Frontiers in Psychology – Videotherapie bei Paaren
Was entscheidend ist
Die Wirksamkeit hängt weniger vom Ort des Gesprächs ab, sondern vor allem von:
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der Qualität der therapeutischen Beziehung
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Ihrer Bereitschaft, sich einzulassen
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der Passung zwischen Anliegen und Methode
Erfahrungen aus der Praxis
Viele Menschen berichten, dass sie sich in der Online-Therapie sogar schneller öffnen können. Die vertraute Umgebung kann dabei helfen, sich sicherer zu fühlen und persönliche Themen anzusprechen.
Grenzen der Wirksamkeit: In bestimmten Situationen – etwa bei akuten Krisen oder schweren psychischen Erkrankungen – kann eine persönliche Behandlung vor Ort sinnvoll oder notwendig sein. →Grenzen der Online-Therapie
